DIYTREE
Vor einigen Jahren habe ich meine Katze Luna verloren.
Fünfzehn Jahre lang war sie an meiner Seite.
Als ich später ihre Sachen sortierte, merkte ich etwas:
Egal wie viele Fotos ich hatte – keines konnte dieses Gefühl zurückbringen.
Nicht die Wärme, wenn sie zusammengerollt auf meinem Schoß schlief.
Nicht ihre ruhige, vertraute Präsenz.
Durch einen Zufall kam ich zum Nadelfilzen.
Als sich die erste Handvoll Wolle langsam in ihr rundes Gesicht verwandelte,
entstand etwas Unerwartetes:
Zum ersten Mal seit Langem fühlte es sich wieder greifbar an.
So begann DIYTREE.
Mit jeder Nadelbewegung versuche ich, mehr als nur eine Figur zu erschaffen.
Es geht um Erinnerung.
Um Nähe.
Um das, was bleibt.
Ich wünsche mir, mit meinen Händen einen kleinen, ehrlichen Ort zu schaffen –
für all die einzigartigen, flauschigen Seelen,
die für ihre Menschen niemals ersetzbar sind.